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E.O.F.T. 16/17

Seit 2001 startet jedes Jahr im Herbst die European Outdoor Filmtour (kurz E.O.F.T.) und tourt durch die Kinosäle in Europa. Dieses Jahr werden Kurzfilme aus den Bereichen Klettern, Wingsuite Flying & Base Jumping, Kajak, Freeride Skiing und Mountainbike auf der Kinoleinwand präsentiert – kurzum ein breites Spektrum an Outdooraktivitäten zwischen dem Meeresspiegel von Baffin Island und dem 6.907 Meter hohen  Gipfel des Lunag Ri in Nepal.


Alle Filme im Überblick

Lunag Ri - E.O.F.T. 16/17Lunag Ri (mit David Lama)

Barbara Zangerl und die Alpine Trilogie

Barbara Zangerl, geboren am 24.05.1988 in Bludenz, aufgewachsen in Strengen am Arlberg in Tirol. Sie hat mit 14 angefangen zu Bouldern und zählte zu den Top-Atleten in der Szene. Mit 19 erlitt sie einen Bandscheibenvorfall und musste  diese Leidenschaft aufgeben, da ihr Rücken dieser  enormen Beanspruchung dauerhaft nicht stand halten würde. Durch diesen Schicksalsschlag wechselte sie zum Sportklettern und kurz darauf ins Alpine, worin sie sich schnell einen Namen machte:

In der Dokumentation „Barbara Zangerl – Aus dem Schatten der Meister“ der Bergwelten Reihe wird Barabara bei ihren Versuchen die 3 legendären und äusserst anspruchsvollen Routen der sogenannten Alpinen Trilogie (Der „Silbergeier“ [8b+] von Beat Kammerlander, Stefan Glowacz’sDes Kaisers neue Kleider“ und „End of Silence“ von Thomas Huber) begleitet. Als erste Frau konnte sie diese  drei Touren durchsteigen und erntete nicht nur von deren Erstbegehren größten Respekt.

„I hätt ma domois ned foastoin kena das  a Mädl moi durchkimmt, muas i gaunz ehrlich sogn.“
Thomas Huber – Erstbegeher End of Silience 1994

Die Doku ist jedenfalls sehr Sehenswert und ist in der Servus-Mediathek zu finden:

www.servustv.com/at/Medien/Bergwelten44

Filmtipp: MERU

Klettern am Mittelgipfel des Meru (Himalaya)

Die Shark`s Fin (6310 m)

Der Film Meru erzählt die Geschichte von Conrad Anker, Jimmy Chin und Renan Ozturk die  am 2. Oktober 2011 im Bigwall-Stil als erste über die Nordwestwand zum Gipfel der Shark’s Fin aufstiegen. Conrad Anker hat von seinem Mentor Terrence “Mugs” Stump die Vision zur Besteigung dieses schwierigen Gipfels geerbt. 25 Jahre geistertet diese Vision in seinem Kopf herum bis sie nach 3 Expeditionen über einen Zeitraum von 8 Jahren Realität wurde.

“You can’t just be a good ice climber. You can’t just be good at altitude. You can’t just be a good rock climber. It’s defeated so many good climbers and maybe will defeat everybody for all time. Meru isn’t Everest. On Everest you can hire Sherpas to take most of the risks. This is a whole different kind of climbing.”
Jon Krakauer

Der Film glänzt nicht durch spektakuläre Aufnahmen die während des Kletterns von einem Kamerateam aufgenommen wurden, sondern fesselt vor allem durch kurzweilige, ehrliche Interviews. Auch die drei Hauptcharaktere werden recht umfassend portraitiert und geben Einblicke in deren Motivation und Antrieb, um dieses risikoreiche Unternehmen letztendlich erfolgreich durch zu führen. Am Ende freut man sich nicht nur mit dem ganzen Team sondern hat bestimmt auch Lust auf das nächste Abenteuer in den Bergen.

Nicht umsonst ist dieser Film mit dem Publikumspreis für Dokumentationen des Sundance Film Festivals ausgezeichnet worden.

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