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Filmtipp: MERU

Klettern am Mittelgipfel des Meru (Himalaya)

Die Shark`s Fin (6310 m)

Der Film Meru erzählt die Geschichte von Conrad Anker, Jimmy Chin und Renan Ozturk die  am 2. Oktober 2011 im Bigwall-Stil als erste über die Nordwestwand zum Gipfel der Shark’s Fin aufstiegen. Conrad Anker hat von seinem Mentor Terrence “Mugs” Stump die Vision zur Besteigung dieses schwierigen Gipfels geerbt. 25 Jahre geistertet diese Vision in seinem Kopf herum bis sie nach 3 Expeditionen über einen Zeitraum von 8 Jahren Realität wurde.

“You can’t just be a good ice climber. You can’t just be good at altitude. You can’t just be a good rock climber. It’s defeated so many good climbers and maybe will defeat everybody for all time. Meru isn’t Everest. On Everest you can hire Sherpas to take most of the risks. This is a whole different kind of climbing.”
Jon Krakauer

Der Film glänzt nicht durch spektakuläre Aufnahmen die während des Kletterns von einem Kamerateam aufgenommen wurden, sondern fesselt vor allem durch kurzweilige, ehrliche Interviews. Auch die drei Hauptcharaktere werden recht umfassend portraitiert und geben Einblicke in deren Motivation und Antrieb, um dieses risikoreiche Unternehmen letztendlich erfolgreich durch zu führen. Am Ende freut man sich nicht nur mit dem ganzen Team sondern hat bestimmt auch Lust auf das nächste Abenteuer in den Bergen.

Nicht umsonst ist dieser Film mit dem Publikumspreis für Dokumentationen des Sundance Film Festivals ausgezeichnet worden.

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Klettern im Urwald

Wer sich vornimmt Mitten im Urwald als Erster einen Felsturm zu besteigen muss hart im nehmen sein. Der lange und komplett zugewachsene Zustieg ist dabei nur mal der Anfang. Zuerst muss von unten eine kletterbare Linie im Fels gefunden bzw. erahnt werden und dann muss man sich durch den üppigen Bewuchs (auch auf dem Fels) durcharbeiten, lose Steine aus dem Weg räumen, Stände einbohren, im Fels übernachten, Unwetter überstehen, Stürze einstecken, …

An „freies“ Klettern, also klettern nur an den Strukturen des Fels, braucht man erst gar nicht denken. An so einem Ort wird hauptsächlich technisch geklettert also Schlaghaken, Keile, Friends und Schlingen in der Wand anbringen, hoffen das sie halten und hochziehen.

Dreckige Angelegenheit aber für so manchen die Mühe wert.