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Alex Honnold in Angola

In Angola (Südwest-Afrika) ging vor kaum einem Jahrzent ein 34 Jahre langer Bürgerkrieg zu Ende und es fehlt wie in vielen Entwicklungsländern an Infrastruktur. In der Hauptstadt Luanda ist die Schere zwischen Arm und Reich weit geöffnet – so findet man neben Lehmziegel-Hütten prunkvolle Nachtclubs und Fünf-Sterne-Hotels.

In diesem Film sehen wir Alex Honnold gemeinsam mit Stacy Bare, Ted Hesser und Maury Birdwell auf einer Expedition in der nicht nur die Felsqualität des Landes geprüft, sondern vor allem ein Projekt der Honnold Foundation vorangetrieben werden soll. SolarAid hilft Familien in entlegenen und netzfernen Regionen durch den Einsatz von Solartechnik unabhängig vom teuren und toxischen Kerosin zu werden. Ziel ist es Kerosinlampen bis 2020 aus dem Alltag in Afrika verschwinden zu lassen.

Um SolarAid in Angola durchführen zu können, bedurfte es einer Menge Anstrengungen, bis 100 Solaranlagen importiert und durch den Zoll gelangen konnten. Aufgrund der PR-Arbeit konnte man den Energieminister davon überzeugen 3.000 weitere Solaranlagen für einen umfassenden Markttest zu bestellen. Ob sich diese Art der Energie in Angola durchsetzen wird ist noch nicht ab zu sehen. Dennoch ist die Bereitschaft, Alternativen zu Öl und Gas zu prüfen, ermutigend.


Stacy Bare, ein Veteran aus dem Irakkrieg, hat hier schon für den Halo-Trust Landminen entfernt. Bisher wurde etwa die Hälfte von  1.500 dokumentierten Minenfeldern geräumt.

Free Solo – Alex Honnold – El Sendero Luminoso

Free Solo: Klettern im Alleingang unter Verzicht auf technische Hilfs- und Sicherungsmittel.

Mit Sicherheit ein sehr umstrittener Kletterstil bei dem schnell jemand als verrückt oder lebensmüde abgestempelt wird, vor allem wenn man sich nicht Näher mit dieser Thematik beschäftigt hat und nicht weis wie sich die Athleten auf so ein Projekt vorbereiten.

In diesem Video von 2014 sehen wir Alex Honnold in der etwa 450m langen Route El Sendero Luminoso. Bei 11 der insgesamt 15 Seillängen liegen die Schwiergkeiten zwischen 9- und 9. Wie man in dem Video sieht studiert Alex die schwierigen Züge im Vorhinein perfekt ein und beseitigt jeden losen Stein und andere potentielle Gefahrenquellen. Für mich ist so eine Leistung unvorstellbar aber ich nehme an keiner würde in so eine Route free solo einsteigen wenn er/sie vom eigenen Können und der mentalen Stärke nicht 100% überzeugt ist.


Bis dato konnte diese „schwerste Free-Solo-Begehung einer Mehrseillängentour“ der Tiroler Hansjörg Auer halten, der 2007 an der Marmolada in den Dolomiten die Route Weg durch den Fisch (9-) free solo geklettert hatte.